Formalherbst!

…aber daran arbeite ich noch…

Fixing your adressbook using python

von ,

Our phones contain lots of contacts created before we realised omitting the country code was not an option. Fixing all of these by hand would be punishing. Luckily Google’s libphonenumber can handle that task quite well.

Using python this comes down to an extremely compact piece of code, using vobject and David Drysdale’s python port of libphonenumber. Before you use it though, make sure to set your home country in line 14.

(fixvcf.py) download
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#!/usr/bin/python
# -*- coding: utf-8 -*-

import sys
import phonenumbers
import vobject

f = open('input.vcf', 'r')
for contact in vobject.readComponents(f):
    if hasattr(contact, 'tel'):
        #print(contact.fn.value.encode('utf-8'))
        for tel in contact.contents['tel']:
            oldnumber = tel.value
            number = phonenumbers.parse(oldnumber,"DE")
            newnumber = phonenumbers.format_number(number,
                        phonenumbers.PhoneNumberFormat.E164)
            tel.value = newnumber
    print(contact.serialize())
sys.exit(0)

The script reads contacts from a vCard-file called “input.vcf” (make sure it is placed in your working directory). It outputs the processed contacts to stdout. Typically you would use it like this:

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$ python fixvcf.py > output.vcf

This post was inspired by a discussion on MobileMacs. There also exists a more full-featured app for OS X by Karsten Bruns.

Politik nach Pogo

von ,

Letztens bin ich wieder über Pogos “Perthection” gestolpert, einem seiner “Reality Remixes”. Das Stück sollte ursprünglich den Umbau einer Hauptstraße in der australischen Stadt Perth bewerben.

Pogo produziert mit vielen verschiedenen Fahrzeugen, Menschen, Tieren und “Sängern” den Eindruck einer lebendigen Stadt; einer Stadt die sich verändert und verändern muss. Und hat so seine Forderung begründet, ohne sie ein einziges Mal auszusprechen.

Dass er mit dem stampfenden four-on-the-floor und der 16tel-Rhytmik in den “Strophen” auch den urbanen Stress abbildet, wirkt dagegen plump. (Obwohl es den Umbau der Hauptstraße zur Promenade attraktiver macht.)

Trotz hauptsächlich nonverbaler Stilmittel äußert sich Pogo politisch. Gegenüber den alternden Modell des Protestsongs entwickelt er eine subtile Art, sich musikalisch mit einem anspruchsvollen Thema auseinander zu setzen.

Welches Thema also?

Aktuell ist der Bau der Brommybrücke wegen der Debatte um die East-Side-Gallery nicht mehr sicher. Ich denke die Brücke schadet nicht. Eine Mauer mitten in der Stadt ist unpraktisch — wenn man sie trotzdem erhalten will, sind Kompromisse nötig.

Um sich dem Thema ähnlich wie Pogo zu nähern, gibt es folgende Ansatzpunkte: Einerseits die Belastung durch Umwege, staubige Straßen, stressige Autos. Andererseits die frische Brise über der Spree. Die entspannte Stimmung zwischen Spaziergängern, Kinderwägen und Fahrrädern. Der Blick auf die Spreeufer, die Boote, die Oberbaumbrücke. All das sind Veränderungen im Alltagsleben, die die Brommybrücke hoffentlich bringt.

Und jetzt nur noch musikalisch umsetzen…

Lesbarkeit

von ,

Meine Angewohnheit beim Lesen am Rechner langsam den Text zu markieren, hat schon einige Zuschauer belustigt. Dabei ist dieses Verhalten lediglich ein coping mechanism: Es fällt mir schwer längere Texte konzentriert zu lesen. Bewusst am Text bleiben hilft. (Es hat übrigens ein Semester Soziologie gebraucht, eine ähnliche Gewohnheit bei ausgedruckten Texten aufzubauen.)

Immer häufiger mache ich aber auch etwas anderes, und dafür sehe ich die Schuld bei jedem einzelnen Webdesigner da draußen: Ich öffne den Page Inspector und füge folgende Zeilen in das Stylesheet ein:

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p {
  text-align: justify;
  hyphens: auto;
  -moz-hyphens: auto;
  -ms-hyphens: auto;
  -webkit-hyphens: auto;
}

(Ja, mein Blog nutzt diese Einstellungen. Genießt es.)

Und bitte, um Himmels willen, wenn eure Website längeren Text enthält, nutzt diese Optionen auch. Ich ertrage die ausgefransten linksbündigen Absätze nicht mehr — Blocksatz ist nicht ohne Grund seit Jahrzehnten Standard im Buchdruck. Jetzt, wo Browser endlich die Mittel liefern, sollten wir sie nutzen und die letzten 20 Jahre Linksbündigkeit ganz schnell vergessen.

Eins

von ,

2 Jahre. 8 Stunden. Diese Zahlen beschreiben die Entwicklung dieses Blogs: 2 Jahre hat es gedauert, bis ich mich 8 Stunden hingesetzt habe, um das Design fertig zu machen.

Ich hatte mich ziemlich schnell früh ein statisches System entschieden, letztendlich wurde es Octopress. Einziges Manko: Octopress kommt zwar mit einem (schicken und modernen) Theme, mit zunehmender Verbreitung strebt das aber den Originalitätsgrad des blauen Wordpress-Themes an.

Also selber anpacken: Zunächst Octopress gut entkernt; dabei gleich mal unnützes Zeug, wie die disq.us-Integration und die Javascript-Sidebar entfernt; dann konnte’s losgehen. Nach etwa fünf Stunden stand der erste Entwurf:

Erster Entwurf des Formalherbst-Designs

Klar erkennbar im HTML5-Fieber erstmal ein paar border-radius-properties gesetzt, die haben die Revision nicht überstanden. (Hauptsächlich weil dadurch die padding-Bereiche zu groß wurden.)

Außerdem musst der dunkle Hintergrund weg. Wer sich noch an mein Blog-Design vor drei Jahren erinnert, weiß, dass ich damals ein entschiedenes Grau gewählt hatte. Das machte die Kontraste beherrschbar, beim Browsen brachte es aber einen großen Nachteil: Wir sind mittlerweile sehr an weiße Hintergründe gewöhnt, praktisch alle großen Seiten nutzen weiße Hintergründe. Wechselt man also (wie ich) dauernd zwischen Facebook, Wikipedia, Youtube und irgendeinem Blog hin und her, irritiert der dunkle Hintergrund das Auge bei jeder Runde.

Somit war weitere drei Stunden später dieses Design fertig; als Schriftart noch schnell Droid Sans geschnappt (Danke Google!) und fertig isset.